Netzgänger: Sprachauswahl türkische Version

Fragen zur Teilnahme

Wer kann teilnehmen? 

Teilnehmen können Realschulen und Gymnasien aus Bayern.

An Realschulen werden Peers der 9. Klasse und an Gymnasien Peers aus der Oberstufe ausgebildet, die alle vier Tutorien mit den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse durchführen. Neben den vier Netzgänger-Modulen (Cybermobbing, Virtuelle Spielewelten, Soziale Netzwerke, Smart im Netz) für die Schüler ist außerdem ein Elternabend Teil des Projekts. Jede Schule, die am Projekt Netzgänger 3.0 teilnimmt, ist dazu verpflichtet, einen Elterninformationsabend anzubieten.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Teilnahme erfüllt werden?

Pro Modul sollten 3-5 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse (Realschulen) oder der Oberstufe (Gymnasium) zur Teilnahme am Projekt bereit sein.

Die Teilnahme am Peerschulungstag bei Condrobs e.V. ist verpflichtend. Organisatorische Fragen können jederzeit mit dem Team von Condrobs e.V. geklärt werden. Im Anschluss an die Durchführung der Tutorien in den jeweiligen Schulen findet ein kurzes Telefonat statt, in dem wir Sie für unsere Qualitätssicherung um eine kurze Rückmeldung bitten und Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung stehen.

Welche Kosten entstehen für die Schule?

Es entstehen Ihnen keine Kosten für die Peer-Schulung am Projekttag und die benötigten Schulungsmaterialien. Pro teilnehmendem Schüler müssen ca. 10 Arbeitsblätter kopiert werden. Ggf. fallen Reisekosten zum Schulungsort an, wenn sich in Ihrer Stadt nicht genügend Schulen finden. Für einen Unkostenbeitrag von einmalig 50 Euro können teilnehmende Schulen zusätzlich ein Webinar zu den Themen Social Media, Datenschutz und Veröffentlichungen im Netz nutzen. Die Leitung unterliegt der Rechtsanwältin Frau Gesa Stückmann. Näheres erfahren Sie unter www.law4school.de.  

Wo kann ich mich anmelden?

Wenden Sie sich bei Interesse an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir klären dann gerne offene Fragen und informieren Sie über die nächsten Termine. Bitte nennen Sie uns einen verbindlichen Ansprechpartner bzw. eine verbindliche Ansprechpartnerin für Ihre Schule. 

Fragen zur Peer-Schulung

Wann und wo findet die Peer-Schulung statt?

Die Schulung der Peers findet an einem Projekttag bei Condrobs e.V. statt, zu dem Peers mehrerer Schulen eingeladen werden.

Innerhalb eines Schulungszeitraums, meist im Frühjahr und im Herbst, bieten wir mehrere Schulungstage an und bemühen uns, gemeinsam mit Ihnen einen passenden Termin zu finden.

Welche Vorbereitungen müssen für die Peer-Schulung getroffen werden?

Um einen reibungslosen Ablauf des Schulungstages zu ermöglichen, bitten wir Sie, folgende Vorbereitungen zu treffen:

  • Teilen Sie die Peers in die vier Gruppen ein: Cybermobbing, Virtuelle Spielewelten, Soziale Netzwerke, Smart im Netz.
  • Besprechen Sie mit den Schülerinnen und Schülern, welche Rolle und welche Aufgaben sie als Peers im Projekt Netzgänger 3.0 haben. Sollten Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.
  • Planen Sie genug Zeit ein, um pünktlich zum Schulungsbeginn am Schulungsort zu sein.
  • Die Peers der Gruppe Virtuelle Spielewelten sollen eine Woche vorher den zugesandten Wochenplan ausfüllen und diesen zur Schulung mitbringen.

Diese und weitere Punkte werden auch in der Vorbesprechung der Peer-Schulung festgehalten.

Fragen zu den Tutorien

Wann sollen die Tutorien stattfinden? Wie viel Zeit muss eingeplant werden?

Die Tutorien sollten möglichst zeitnah zu der Peer-Schulung stattfinden. Sollte dies nicht möglich sein, empfehlen wir, den Peers die Möglichkeit zu geben, sich unmittelbar vor den Tutorien aktiv mit den Inhalten ihrer Module zu beschäftigen. Gute Erfahrungen wurden auch damit gemacht, dass die Peers sich ihre Module und eventuell einzelne Übungen gegenseitig vorstellen. Die Peers können von Ihrer Erfahrung als Lehrkraft profitieren, wenn Sie gemeinsam verschiedene schwierige Situationen, die in den Tutorien auftreten können, im Rollenspiel üben (z.B. "Keiner macht mit" oder "Alle schwätzen"). 

Pro Modul sollten Sie 3 Schulstunden einplanen. Erfahrungsgemäß dauert die Durchführung etwas kürzer, um jedoch auf unerwartete Schwierigkeiten zu reagieren und Ihren Peers unnötigen Zeitdruck zu ersparen, sollte etwas großzügiger geplant werden.

Bitte achten Sie darauf, die Peers nicht zu überfordern. Wir empfehlen, die Tutorien im Zeitraum einer Schulwoche stattfinden zu lassen. Das Präsentieren vor einer Klasse ist für die Peers eine sehr ungewohnte und dementsprechend anstrengende Aufgabe.

Was wird für die Durchführung der Tutorien gebraucht?

Für die Umsetzung der Tutorien an den Schulen werden vier Räume benötigt. In den Räumen bedarf es jeweils folgender technischer Voraussetzungen:

  • ein Computer oder Laptop mit Lautsprecher
  • ein Beamer
  • Tafel und Kreide
  • große Blätter Papier

Außerdem müssen für alle teilnehmenden Schüler und Schülerinnen der 5. bzw. 6. Klassen Arbeitsblätter kopiert werden. Die Schulungsmaterialien bekommen Sie von uns zugesandt.

Alle Schülerinnen und Schüler sollen eine Woche im Voraus den Wochenplan ausfüllen und diesen in das Tutorium zum Modul Virtuelle Spielewelten mitbringen. Alle Schülerinnen und Schüler sollen zum Tutorium Smart im Netz ein Foto oder Bild mitbringen, wie sie es im Internet hochladen würden (ausschließlich zu Übungszwecken).

Was sollte sonst noch beachtet werden?

Ablauf und Inhalte der einzelnen Module sind standardisiert. Das bedeutet, dass diese nach der Anleitung in den Broschüren durchgeführt werden sollen, um allen Schülerinnen und Schülern eine vergleichbare Intervention anzubieten. Diese Intervention ist evaluiert, es konnte also gezeigt werden, dass sie wirksam ist. Peers sollen Übungen nicht weglassen, verändern oder weitere Inhalte hinzufügen.

Um ein vertrauensvolles Arbeitsklima zu gewährleisten, ist es sinnvoll, während der Tutorien keine Audio- und Videoaufnahmen zu erlauben. Nach Einverständnis aller Beteiligten können außerhalb der Tutorien Fotos oder Interviews gemacht werden.

Projektablauf für Schulen

  1. Telefonat mit Projektleitung: In einem ersten telefonischen Gespräch zwischen der verantwortlichen Lehrkraft und  der Projektleitung von Netzgänger wird der weitere Ablauf geklärt.
  2. Losverfahren der teilnehmenden Schulen: In jedem Schulungsjahr kann nur eine begrenzte Anzahl an Schulen am Projekt Netzgänger 3.0 teilnehmen, dies wird per Losverfahren entschieden. Die Schulen erhalten hierüber zeitnah eine  Rückmeldung. Des Weiteren besteht die Möglichkeit für jede Schule bis zu dreimal an Peerschulungen teilzunehmen (Realschulen in aufeinander folgenden Jahren, Gymnasien mit einjähriger Pause zum Einsatz der Peers in der 9. + 10. Klasse).
  3. Auswahl der Schulungstermine: Da bei jeder Peerschulung drei bis vier Schulen teilnehmen können erhalten die zuständigen Lehrkräfte verschiedene Termine (momentan sechs auf ein Kalenderjahr verteilt) zur Auswahl. Diese werden nach Verfügbarkeit und Prioritäten koordiniert.
  4. Kurzantrag für die Techniker Krankenkasse: Zur Übernahme der Fortbildungskosten ist ein Kurzantrag an die Techniker Krankenkasse notwendig. Hier soll der individuelle Bedarf der jeweiligen Schule für das Projekt Netzgänger 3.0 dargestellt werden.
  5. Kooperationsvereinbarung zwischen Condrobs e.V. und der Schule: Ebenso wird eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die wichtige Rahmenbedingungen regelt und die Pflichten der Teilnehmenden festlegt. (Personelle und zeitliche Voraussetzungen, Stornokosten, Fristen, etc.)
  6. Auswahl der Peers: Bei der Auswahl der Peers (9. oder 10. Klasse / 8 bis max. 16 Schüler*innen) sollte man sich bewusst sein, dass diese keine sehr einfachen Aufgaben zu bewältigen haben: in Zweierteams müssen sie es schaffen, eine Gruppe an jungen Schüler*innen sowohl diszipliniert als auch interessiert zu halten! Helfen können dabei oftmals die jeweiligen Klassenlehrer*innen, die eine gute Einschätzung der Charaktere abgeben können. Dienlich ist hier vor allem ein gesundes Selbstbewusstsein, Empathie und (sehr wichtig) eigene Reflexionsfähigkeit. Auch eine gewissen Affinität und Fachwissen zu den Themen ist von Vorteil. Daher sollte den Peers auch unbedingt die Wahl gelassen werden, welches Modul sie gerne erlenen und weitergeben wollen. Hierfür werden den Lehrkräften im Vorfeld mehrere Vorlagen zur Peer-Anwerbung zur Verfügung gestellt.
  7. Peerschulung: Die Durchführung der Peerschulung findet in Räumlichkeiten in München statt. Die Peers sollten dafür bereits vorher in die jeweiligen Module eingeteilt worden sein. Die Schulung beinhaltet folgende Teile: Grundlagen und Nutzen des Peer-Konzeptes, Hintergrundwissen zu den jeweiligen Themenbereichen, Inhalte der Materialboxen und Moderationskarten, praktische Einübung der methodischen und interaktiven Durchführung der Tutorien sowie Strategien, um Gruppen gut moderieren und anleiten zu können.
  8. Lehrkräftefortbildung zu Netzgänger-Trainer*innen: Jeweils zwei Lehrkräfte bekommen eine 2tägige Fortbildung zu Netzgänger-Trainer*innen. Diese befähigt sie sowohl zur Koordinierung des Projektes als auch zur eigenständigen Durchführung von Netzgänger 3.0 Peerschulungen. Dadurch soll eine nachhaltige Implementierung des Projektes an den Schulen gewährleistet werden.
  9. Planung der Tutorien: Diese sollte möglichst zeitnah nach der Peerschulung erfolgen, da dann das Wissen der Peers noch aktuell ist! Des Weiteren sollten mindestens 2 Stunden vorher eingeplant werden um den Peers die Möglichkeit zu geben noch einmal ihre Tutorien selbständig zu üben.
  10. Durchführung der Tutorien: Zu Beginn werden die 5. Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt (max. 15 Schüler*innen). Während der Tutorien sollte unbedingt immer eine Lehrkraft ansprechbar sein um den Peers bei möglichen Herausforderungen zu helfen! Ebenfalls sollte möglichst nur ein Tutorium pro Tag pro 5. Klasse stattfinden um die Peers und Schüler*innen nicht zu überfordern. Bei Fragen zur Durchführung und zeitlichen Aufteilung stehen die Trainer von Condrobs e.V. zur Verfügung.
  11. Elternabend: Für den 1,5 stündigen Elternabend kommt ein*e Mitarbeiter*in von Condrobs e.V. zwei Stunden vor Beginn an die Schule um mit ausgewählten (oder am besten allen) Peers das Projekt per Präsentation und praktischen Übungen vorzustellen und Fragen der Eltern zu den Themen zu beantworten.
  12. Auswertung/Feedback: Nach Beendigung des Projektes folgt eine schriftliche Auswertung. Sehr gerne nimmt das Team von Netzgänger hier Verbesserungsvorschläge und Anmerkungen entgegen!

Voraussetzungen

  1. Kosten: Von der Techniker Krankenkasse werden alle Kosten der Peerschulung und Lehrkräftefortbildung sowie die vorbereitenden Materialen getragen. Die Schule übernimmt die  Kosten der Anreise und Verpflegungskosten sowie die Kopierkosten während der Tutorien.
  2. Personeller Aufwand: Die Schule stellt eine Lehrkraft zur Koordination zur Verfügung. Diese übernimmt die Organisation zu Beginn, die Aufsichtspflicht während der Peerschulung sowie die Betreuung der Peers während der Durchführung der Tutorien. Desweiteren werden zu jeder Peerschulung zwei Lehrkräfte zu Netzgänger-Trainern ausgebildet. Für jedes Modul (insgesamt 4) müssen mindestens zwei Schülerinnen bzw. Schüler ausgebildet werden. Besser ist es jedoch, wenn drei oder sogar vier Schülerinnen und Schüler gewählt werden, da diese dann als Ersatz einspringen können.
  3. Zeitlicher Aufwand: Für die Vorbereitung und die Auswahl der Peers sind ca. 2 Stunden notwendig. Die Peerschulung dauert einen ganzen Tag von 9.00 – 16.00 Uhr (eine Stunde Mittagspause). Für ein Treffen zur Vorbereitung der Tutorien sollte mindestens 2 Schulstunden für die Peers und die Lehrkraft eingeplant werden. Die Durchführung der Tutorien nimmt pro Modul 3 Schulstunden in Anspruch, dabei sollte den Peers je eine Schulstunde zur Vor- und Nachbereitung (Aufbau Materialen, Klassenzimmer vorbereiten, Nachbesprechung, Aufräumen, etc.) möglich sein. Ebenso benötigt die Vorbereitung des Elternabends ca. 2 Stunden sowie die Durchführung weitere 1,5 Stunden.
  4. Materieller Aufwand: Vom Projekt Netzgänger 3.0 wird jeder Schule ein Materialbox mit den Materialien für jedes Modul zur Verfügung gestellt, sowie einem Lehrerfach mit USB-Stick und Kopiervorlagen. Die Kopien werden von der Schule für die jeweilige Anzahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler vorgehalten.